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Hier spricht Minna!
RINDERWAHNSINN |
Liebe Residenten, liebe Urlauber!
Das Rindvieh auf den Kanaren soll wahnsinnsfrei sein, hört man, na- da kann man nur gratulieren. Na ja, es reicht ja auch schon, wenn man aus dem Benehmen manch eines Zweibeiners schliessen könnte, dass er befallen ist . . . . Auch der Cabildo-Präsident Ricardo Melchior ist stolz auf das Ausmass der kanarischen Landwirtschaft. „30 Prozent„ sagt er, „der Inseloberfläche sind für Ackerbau und Viehzucht genutzt!„.
Na und ? 70 Prozent sind dafür bald mit Hotels zugebaut ! Wir werden vielleicht bald total auf Pestizide verzichten können, weil es sowieso nur noch grün angestrichenen Asphalt gibt. Ist auch praktischer. Mit dem Wasser, das wir nicht haben, sind glatte Flächen viel leichter zu reinigen.
Uns Hunden kann´s egal sein, wo wir hinpinkeln, es muss nicht immer ein Baum sein und du liebe Güte - sollen sich doch die Bauern nicht so aufregen wegen ihrer Bananen. Die Stauden müssen doch sowieso dauernd durch die EU gestützt werden, weil sie sonst zuviel Schräglage kriegen. Als „historisches Ereignis„ pries der hiesige Landwirtschaftsminister Guillermo Gouigou den Besuch des EU-Kommissars Fischler, aber das war untertrieben. Man besichtigte im Rudel eine „Viehzuchtanlage„ (die Rinder waren auch schön saubergewaschen) und war mit kanarisch-österreichischer Begeisterung beim Fest der Viehzüchter zugegen.
Höhepunkt der geschichtsträchtigen events war ein gemeinsames Aussitzen der Herren auf einem Sack, den ein paar Ochsen hinter sich herzogen.
Bleibt nur zu hoffen, dass man sich auf diese Weise nicht mit BSE infizieren kann. Ich jedenfalls bin vorsichtig und lieber für die Förderung des Tourismus. Erst wenn man das Cañadas-Massiv eingeebnet und betoniert hat und im Teidekrater ein Erlebnishotel entstanden ist, ist kein Mensch mehr vom Rinderwahnsinn bedroht, denn die vollkommen Hirnlosen sind absolut sicher davor !!
| In diesem Sinne |
| Ihre Minna, der Jagd-Hund von |
| der Muro de Sol |