Hilfe, mein Kind ist ständig krank!
Gerade von Eltern kleinerer Kinder hört man diese oder ähnliche Klagen. Wenn man dann nachfragt, was von den Eltern dagegen unternommen wird, heisst es: ,,Ach, was kann man da als Laie schon gross tun, - man ist ja auch besorgt, es könnte was Schlimmeres daraus werden! So haben wir uns wieder ein Antibiotikum geben lassen müssen".
Kein Wunder, dass die Kinder nie richtig gesund sind!
Zunächst einmal muss man mit einer falschen
Meinung aufräumen, die da besagt: ,,Krankheit ist unnatürlich und muss mit allen Mitteln
bekämpft und verhindert werden".
Richtig ist, grob gesagt: ,,Krankheit ist ein natürlicher Abwehrkampf und kann nur vom
Körper selbst erfolgreich durchgeführt werden. Man kann aber das Immunsystem
unterstützen und kräftigen".
Natürlich kann man Eltern verstehen, wenn sie Angst haben, etwas falsch zu machen, zu übersehen oder zu unterlassen. Viele haben niemanden, der sie einmal beraten könnte und so geraten manche Mütter fast in Panik, wenn die Kinder stärker husten oder Fiber bekommen.
Liebe Mütter: unterschätzen Sie die Abwehrkräfte Ihres Kindes nicht! Auch ein kleiner Organismus kann sich schon gut zur Wehr setzen - vorausgesetzt natürlich, man lässt ihn und würgt nicht gleich jede Temperaturerhöhung ab oder setzt bei jedem Nasenlaufen ein Antibiotikum ein! (Vorausgesetzt auch, das Kind ist nicht etwa unterernährt oder sonst zusätzlich geschädigt oder geschwächt.)
Man muss sich immer wieder klarmachen, dass das kindliche Immunsystem sich innerhalb von 8 - 10 Lebensjahren entwickelt. Bis dahin machen die meisten Kinder mehrmals grippale Infekte und andere erregerbedingte Krankheiten durch, "beliebt" bei den Erregern ist vor allem der Hals-Nasen-Ohren-Bereich und die Bronchien, und besonders beliebt sind die Altersgruppen zwischen 3 und 6 Jahren. Bis zum Eintrift der Pubertät machen die meisten Kinder auch die klassischen Krankheiten wie Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken durch, allerdings ist in den letzen Jahren ein deutlicher Anstieg der allgemeinen Infektanfälligkeit zu bemerken, die Allergien haben zugenommen und der Befall durch Pilze und Parasiten!
Alles dies lässt auf eine zunehmende
Fehlleistung des Immunsystems rückschliessen, sodass wir als Therapeuten aufgefordert
sind, ein höheres Gewicht auf die Wiederherstellung des Immungleichgewichts zu legen,
selbstverständlich unter Berücksichtigung auch äusserer Einflüsse wie Ernährung,
Umweltgifte und dergleichen.
Inzwischen leiden 10 - 15 % aller Kinder in den ersten Lebensjahren an Bronchialasthma, 3%
von ihnen entwickeln ein chronisches Asthma, das über das 10. Lebensjahr hinaus andauert.
Dies ist eine erschreckende Statistik, ebenso wie die der Neurodermitis, die sich in den
letzten 20 Jahren verdoppelt hat und unter der 1,2 Millionen Kinder leiden.
Wodurch das Immunsystem zu einer Fehlleistung - welcher Art auch immer "getrieben" wird: Meist ist es eine ganze Palette von Auslösern, sicherlich mit einem Hauptschwerpunkt auf dem Faktor Umweltgifte.
Zugenommen haben ferner Magen-Darmerkrankungen (bedingt durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten wie z. B. Giardi Lamblia, auch hier sehr verbreitet).
Und ebenfalls zugenommen haben Kreislaufdysregulationen bei Kindern, sodass sie morgens nur schwer aus dem Bett kommen, schlecht gelaunt sind oder sich in der Schule nicht konzentrieren können. Manches Kind erntet unverdiente Schelte, weil es dauernd ,,schlecht drauf" ist! Dabei schleppt es etwas nicht Erkanntes oder nicht Auskuriertes mit sich herum.
Natürlich ist es unumgänglich, dass eine hochakute Erkrankung, wie z.B. eine Lungen-entzündung oder eine Gehirnhautentzündung mit allopathischen (schulmedizinischen) Methoden bekämpft werden muss, dies ist gar keine Frage!
Auch bei bestimmten Allergien können
allopathische Mittel mit eingesetzt werden. Sie als Eltern sollten sich allerdings
kritisch mit dem Therapeuten auseinandersetzen.
Und wenn Sie das Gefühl haben, über Diagnose und Behandlung nicht ausreichend informiert
oder gar ,,überfahren" zu werden, zögern Sie nicht, einen zweiten Therapeuten
hinzuzuziehen!
Es wird leider ziemlich oft - auf einen Blick hin sozusagen - eine schnelle Diagnose
gestellt und flugs ein Antibiotikum oder ein anderes unnötig starkes Mittel mit
Nebenwirkungen verabreicht.
Was man sich in den Siebzigern noch so schön vorgestellt und erhofft hatte, dass nämlich die Antibiotika eine harmlose und effektive Wunderwaffe seien, das hat sich leider nicht bewahrheitet.
Viele haben es bis heute immer noch nicht begriffen, aber über ein Antibiotikum ist folgendes zu sagen:
- es bekämpft Bakterien (bei Viren und
Pilzen ist es nutzlos)
- es legt das Immunsystem lahm
- es zerstört die Darmflora (die ebenfalls ein wichtiges Abwehr - und Reinigungssystem
darstellt - es zerstört oft Vaginal- und Mundflora (gleiche Funktion) Folgen:
Pilzbefall u./o. Parasitenbefall
- der Körper bildet Resistenzen gegen die Antibiotika, sodass diese im Ernstfall nichts
mehr nützen. Dies ist eines der grössten Probleme momentan in den Krankenhäusern.
Über "harmlose" fiebersenkende Mittel, z.B. Paracetamol ist folgendes zu sagen:
Paracetamol hat Auswirkungen auf das blutbildende System, indem es die Reifung von weissen
Blutkörperchen verzögert oder verhindert.
Bei Temperaturerhöhungen auf unter 40 Grad C sollten ausser Massnahmen wie Wadenwickel,
kühle Köperumschläge / Waschungen u.s.w., keine fiebersenkenden Medikamente gegeben
werden!
Ausdrücklich warnen muss man vor den Säftchen, die warmherzige TV-Mutti´s so gerne verabreichen (,,Wick Medi-Nait" u.a.)! Sie enthalten Medikamente mit erheblichen Nebenwirkungen sowie starke Beruhigungsmittel!
Wir fassen zusammen:
Die meisten Erkrankungen können gerade bei Kindern mit biologisch-homöopathischen Methoden ausgezeichnet behandelt werden, ohne dass das Immunsystem beeinträchtigt wird und ohne andere schädliche Wirkungen auf den Organismus auszuüben.
Allopathische (schulmedizinische) Therapien sind als blockierende Massnahmen anzusehen - Zitat von Dr. med. Jens Bruns (Chefarzt der inneren Abteilung, Grunewald-Klink Berlin): "Biologisch homöopathische Therapien sind eine Anstoss-Therapie für den Körper".
Dies können wir als verantwortungsbewusste Heilpraktiker nur bestätigen! Wenn ein Kind ständig krank ist, so wird es höchste Zeit, das Übel systematisch von der Wurzel her anzugehen und zu beseitigen und danach den kindlichen Organismus von den Rest-Gift-Stoffen (Toxinen) zu reinigen. Dies alles geschieht ohne die Anwendung von irgendwelchen ,,Radikalkuren" und im Sinne einer Vertrauensbasis zwischen Therapeut und Kind, das gerne und ohne Angst in die Praxis kommt.
Was im Einzelfall zu tun ist, darüber sollte stets in einem klärenden Gespräch entschieden werden.
Falls Sie Fragen dazu haben, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.
Consultorio Kelchner-Lamberts
El Medano
Aus: Teneriffa Journal, No. 74, März/Apirl 1998, Seite 6+7 / -krank-