Die grosse Eigenblutbehandlung mit Ozon oder H.O.T.

 

ist heute Thema unserer kleinen Reihe von Therapiebeispielen, mit der wir die Naturheilkunde jedem, der daran interessiert ist, etwas näher bringen möchten.

Gegenstand unseres letzten Beitrags war die kleine Eigenblutbehandlung, die eine Stimulation des Immun-Systems bewirkt. Die H.O.T. hingegen hat eine spezifische Wirkung direkt auf ein Organ und kann bei entsprechender Konzentration des untermischten Ozons sogar immunsuppressiv (unterdrückend) wirken. Ein durchaus erwünschter Effekt bei Krankheiten wie Rheuma, Arthritis, bestimmten Allergien usw..

Was aber hat nun das Ozon überhaupt in dieser Therapie zu suchen und was ist Ozon überhaupt?!
Ein paar kennen es noch aus der Schule (dreiwertiger Sauerstoff, oder sowas ähnliches). Man kennt es aus dem Geruch sonnengetrockneter Wäsche und man schimpft über Ozon, wenn zuviel "durch das Loch da oben" hereinströmt (an dem wir aber selber schuld sind).
Ozon ist Entkeimer von Pools und Schwimmbädern, es gilt auch als Oxidations- und Bleichmittel. Es ist ein farbloses Gas, tödlich für Viren, Pilze, Bakterien, sogar kanzerogene Stoffe werden eliminiert. Und in bestimmter Konzentration ist es natürlich auch tödlich für den Menschen.
Die Medizin entdeckte das Ozon 1840. Und 1857 entwickelte Werner von Siemens den ersten Ozonapparat. Jedoch erst in den Fünfzigern dieses Jahrhunderts begann die eigentliche Ozontherapie und zwar in der Zahnarztpraxis eines gewissen Dr. Fisch.

Die besondere Wirkung einer H.O.T. besteht darin, dass das Ozon in Blut erstens wie eine Art Meister Proper agiert, es säubert also das Blut.
Zweitens verbessert es die Fliesseigenschaften, denn die Sauerstoffmoleküle sind sehr "anhänglich" und heften sich gerne an die roten Blutkörperchen. Diese frischen dadurch ihren Stoffwechsel auf und kleben nicht mehr aneinander, was bei zähem dicken Blut leicht der Fall sein kann (die sog. "Gcldrollenbildung").
Der dritte Pluspunkt einer H.O.T. ist die Technik der Infusion, denn über diese können unterstützende Medikamente direkt intravenös zugegeben werden und gelangen sofort in den Kreislauf.

Wie geht das Ganze vor sich?
Nun, recht einfach : Es werden 50 - 100 ml Blut aus einer Vene entnommen und mit einem frisch zubereiteten Ozon-Sauerstoffgemisch vermengt (Man sieht bereits da, wie das dunkle Venenblut hell-rot aufgefrischt wird!). Anschliesssend wird alles in die Vene zurückinfundiert, inclusive zusätzlicher Medikamente.
Selbstverständlich sind hierbei - wie bei jeder Infusion - STERILE BEDINGUNGEN einzuhalten und man kann nicht davon ausgehen, dass nur wenige schwarze Schafe (ab und zu in "Bild" und Co. kolportiert ...) noch nichts von Desinfektion gehört haben.

Die gesamte Behandlung dauert etwa 10 – 15 Minuten, so dass selbst ein voller Termin-kalender dies ein bis zweimal wöchentlich zulassen dürfte. Die Art und Dauer einer Therapie richtet sich selbstverständlich nach dem Schweregrad einer Erkrankung. Ebenso die Konzentration des Ozons oder die Bestrahlung etwa durch UV-Licht, sowie ob und welche Zusatzmedikamte gegeben werden.

Wo ist die Wirkung einer H.O.T. besonders effektiv?
Bei Infektionskrankheiten durch Virus, Bakterien oder Pilze. Hepatitis oder chronische Lebererkrankungen. Venösen oder arteriellen Durchblutungsstörungen (wobei bei letzteren das Ozongemisch direkt in eine betroffene Arterie injiziert werden kann), Krankheiten des rheumatischen Formenkreises, Arthritis, Arthrosen, allergischen Erkrankungen, bei allgemeiner Schwäche, oder Rekonvaleszenz, Diabetes mellitus, usw..

Von einer H.O.T. ist dann abzuraten, WENN:
- Sie einen frischen Herzinfarkt hatten und/oder unter Marcumar o.ä. stehen
- wenn eine frische Organblutung vorlag
- wenn Sie unter Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) leiden
- wenn Sie ein Krampfleiden haben
- wenn eine Blutgerinnungsstörung vorliegt
- wenn eine "Ozonallergie" besteht
- wenn eine Alkoholvergiftung/Drogenvergiftung gerade überstanden wurde

In jedem Fall ist vor dem Antritt einer H.O.T. genau festzustellen, welche Haupterkrankung und Nebenerkrankungen bestehen. Lassen Sie sich also immer von Ihrem Arzt oder Heilpraktiker in allen Einzelheiten aufklären und beraten.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Consultorio Kelchner-Lamberts

 

Aus: Teneriffa Journal, No. 70, Sommer 1997, Seite 6+7 / - Eigenblut 70 -