Sterben durch Betrug?

An die Schutzgemeinschaft!
Sehr geehrte Damen und Herren!
Darf ich Ihnen kurz meine Probleme schildern in der Hoffnung auf einen guten Rat oder gar praktischen Ausweg aus meiner schlimmen Situation. In meiner verzweifelten Lage habe ich mich bereits am 10.1.99 an das Deutsche Konsulat in Santa Cruz gewandt und um bald- mögliche Hilfe gebeten, da ich nicht mehr weiss, wem ich hier auf der Insel noch glauben kann. Noch bekam ich keine Antwort, aber jeder Tag zehrt erheblich an meiner Gesundheit. Ich hole mir hier noch den Tod.
Als Deutsche, 73 Jahre alt aber noch relativ fit, ein grosser Gartenfreund, wollte ich hier mei- nen Lebensabend verbringen, sagte mir bei Immobilien X ein Objekt zu: Eine Finca von 2.000 qm und ein sehr reparaturbedürftiges Haus. Der grundsätzliche Umbau wurde an Ort und Stelle besprochen, vor allen Dingen als Voraussetzung für einen Kauf, die Erhöhung der Wände (ich konnte in den vorhandenen Räumen an die Decke fassen), ein Walmdach (wie ich es beim Herumfahren zu den Objekten gezeigt hatte) und ein 1 Mtr überstehendes Dach zur Terrasse hin. (Zeugin dafür vorhanden). Der Vertreter der Fa. X war Herr Böse (Name ge- ändert). Er präsentierte mir einen Kostenvoranschlag (in s spanisch), dessen Höhe ich ak- zeptieren konnte, da meine finanziellen Mittel begrenzt sind, und zwar von einer spanischen Firma. Nach einer Anzahlung von DM 25.000 zahlte ich den Rest im April über meine Bank in München - also einige Wochen vor dem Abschluss der Escritura. Die Räume habe ich vermessen und erstellte einen Wohnungsplan. Zu Hause merkte ich, dass meine Möbel nicht hineinpassten und schickte sofort eine Zeichnung mit der Erweiterung von 2 Räumen um 1,30 Mtr. usw. Mir wurde das Walmdach schriftlich bestätigt, auch schon die erste Weinernte (praktisch nicht eine Traube) und der Einzug schnellstens, wenn ich Mitte Oktober käme. Alles gelogen!!!
Der Kostenvoranschlag hatte mit dem Umbau überhaupt nichts zu tun! Aussage des Herrn Böse: "Sie wollten es ja billig haben."

Ich habe eine Wohnung be- kommen, die ich nicht bestellt habe, wofür ich viel Geld zah- len musste. Nach der Ankunft wurde ich um weitere 2 Mio. Pesetas geradezu erpresst. Nun will man weiteres Geld von mir haben, sonst bekäme ich den Schlüssel vom Keller nicht, usw. Nun aber: Bei dem grossen Regen kürzlich kam das Wasser nicht nur in allen Zimmern von der Decke in grossen nassen Flecken, auch vom Boden her zieht die Nässe in die Wände hoch. Überall Salpeter-Ausblühungen usw. Herr Böse und der Teilhaber seiner Baufirma - von der ich vorher nichts wusste - haben sich den Schaden ange- sehen und lassen sich nicht mehr blicken. Ich muss Durchzug machen Tag und Nacht, aber alles ist feucht.

Was ich bräuchte, ist ein gerichtlich zugelassener Gutachter, der nicht nur die Baumängel feststellt, sondern auch die Kosten der Renovierung, und ein durchsetzungsfähiger An- walt.
Ich versuchte, die Wohnung zu verkaufen. Aber die Kaufinteressenten schütteln nur den Kopf über einen derartigen Pfusch am Bau.
Bitte machen Sie mir Ihr Angebot, wenn es geht baldmöglichst. Ich muss wissen, welche Kosten auf mich zukommen, da ich bereits über 2 Millionen Schulden machen musste durch die falschen Versprechungen des Herrn Böse. Durch den falschen Kostenvoranschlag ist die Tatsache der "Arglistigen Täuschung" gegeben. Ich kann kein Spanisch, habe mich durch den günstigen Preis zu dem Kauf entschlossen. Die Erweiterung der Räume kann sich preislich nicht auswirken, da ich kein Walmdach bekommen habe.

Mit freundlichen Grüssen
Name der Redaktion bekannt

 

Die vier goldenen Regeln beim Immobilien-Kauf:

1. Niemals unter Zeitdruck setzen lassen!


2.
Niemals einen Privatvertrag oder Reservierungsvertrag unterschreiben, der nicht von einem unabhängigen und erfahrenen Fachmann überprüft und genehmigt ist!


3.
Niemals
eine Anzahlung leisten, wenn nicht ....sh. Punkt 2!

4. Hände weg von Verkäufern oder Vermittlern, die Ihren unabhängigen Berater schlecht machen, ihn diffamieren, verleumden oder beleidigen oder eine Zusammenarbeit mit ihm ablehnen!

 

Wer so handelt, hat etwas zu verbergen,
was allein Ihr Geld kosten soll!

 

Soweit der Brief einer 73-jährigen deutschen Dame, die auf Teneriffa in Ruhe Ihren Lebensabend verbringen wollte und sich von ihrem Ersparten ein kleines Häuschen kaufen und den Umbau und die Renovierung bezahlen wollte.
Was den übrigen Text und den Ablauf des Geschehens angeht, so ist dies eine alte, und mehr oder weniger stets gleiche Masche: Ein Bauunternehmer o- der ein Immobilienbüro bietet ein "preisgünstiges" Grundstück mit oder ohne Haus an. Dann wird der Hausbau, die Erweiterung oder die Renovierung gleich mit angeboten - selbstverständlich gegen kräfige oder gar vollständige Vorauszahlung.
Später stellt sich heraus, dass ein Hausbau auf dem Grundstück nicht erlaubt ist oder dass eine Erweiterung nicht zulässig ist oder die vereinbarte Renovierung wird gar nicht oder nicht wie vereinbart ausgeführt.
Der Geprellte und Betrogene ist immer der Käufer, denn der Verkäufer oder Vermittler rückt kein Geld mehr heraus - "was kann ich denn dafür, dass dort keine Genehmigung erteilt wird", auch wenn er vorher geschworen hat, dass eine Genehmigung "kein Problem" oder überhaupt nicht notwendig sei.

Es ist beinahe unglaublich: Seit ewigen Zeiten warnt die Schutzgemeinschaft Teneriffa dringend davor, keinen Vertrag zu unterschreiben, der nicht von einem unabhängigen und erfahrenen Fachmann geprüft ist, und auf keinen Fall vorher irgendeine Anzahlung zu leisten.

Manche Leute, so wie diese Dame hier, - die selbstverständlich die Schutzgemeinschaft Teneriffa kennt, - fallen immer wieder auf solche Schwindler herein und wollen sich die Kosten sparen, die eine fachmännische Beratung und Betreuung kostet - und verlieren oft durch ihre Naivität, ihren Geiz und ihren Grössenwahn ("das kann ich alles selbst") das Tausendfache oder Zehntausendfache oder noch mehr Geld.
Und genau mit dieser Naivität, Geiz und Grössenwahn kalkulieren die Betrüger, - denn nur dadurch kommen sie an ihr lukratives "Geschäft".
Natürlich können wir versuchen, der Dame jetzt noch zu helfen. Aber jetzt kostet es richtig Geld (Anwalt, Gericht, Sachverständiger, hoher Zeit- aufwand), Nerven und jahrelangen Ärger - und das Leben in einem unzureichenden Haus, das wirklich durch die gesundheitlichen Schäden zu einem früheren Tod führen kann.

 

Die vorherige Überprüfung der rechtlichen Situation eines Kaufobjektes und die Vertragsverhandlungen bis zum Abschluss eines privaten Kaufvertrages kosten bei der Schutzgemeinschaft Teneriffa z. B. nur 33.000 Ptas. (ca. 394 DM) für Nichtmitglieder (für Mitglieder weniger).

Wer das Geld für eine ordentliche Beratung, eine Vertragsvorbereitung und einen sicheren Vertragsabschluss nicht über hat, sollte doch besser in seinem Heimatland bleiben. Und wer das Geld über hat, trotzdem "alles alleine kann" und dabei viel Geld verliert, der sollte daraus für die Zukunft zumindest lernen, jedoch ......manche lernen´s nie!

Häufiger werden wir auch gefragt - wenn der Schaden bereits entstanden ist - ob denn nicht das deutsche (schweizerische, österreichische) Konsulat helfen könne?
Natürlich können die Konsulate nicht helfen! Sie sind die politische und administrative Vertretung ihres Landes in Spanien und haben keinerlei Rechte, sich in die internen und inneren Geschehnisse und Ereignisse innerhalb Spaniens einzumischen.
Und wem man "hier auf der Insel noch glauben kann"?

Suchen Sie nach dem ältesten deutschen Verbraucher-Beratungs-Unternehmen auf Teneriffa (Konstanz ist einer der Anhaltspunkte für Vertrauenswürdigkeit) und suchen Sie nach einem Unternehmen, von dem nicht einmal die Gegner behaupten, bei uns sei Geld verschwunden, wir hätten unsere Aufgaben nicht erledigt, etc.
Denn trotz vielfältiger Hetzerei gegen die Schutzgemeinschaft Teneriffa von Seiten einiger Leute, denen wir ein schmutziges Geschäft "vermasselt" haben, und von Seiten der schwachsinnigen Nachplapperer dieser Dunkelmänner, gibt es keinerlei haltbare negative Äusserung über die Schutzgemeinschaft Teneriffa, so dass Sie auf die Frage "wem man hier noch glauben kann", automatisch zur Schutzgemeinschaft Teneriffa kommen. Wir nehmen Sie und Ihre Probleme ernst, und sagen Ihnen die klaren Tatsachen - auch wenn sie Ihnen nicht gefallen.
Und: Wir lassen uns nicht bestechen.
Noch ein Wort zu der Suche nach einem fachmännischen und erfahrenen Berater. In Spanien und auf den Kanaren nennt sich schnell mal jemand "Fachmann", der keiner ist und dem die notwendige Erfahrung fehlt. Leider ist hier das Problem des "Intrusismo" sehr gross - das unerlaubte Eindringen von ungenügend ausgebildeten Personen in bestimmte Berufe. Dadurch kann den Kunden natürlich enormer Schaden entstehen.

Die Schutzgemeinschaft Teneriffa steht unter der direkten persönlichen Leitung eines deutschen Diplom-Gestors für Grundbesitzangelegenheiten in Spanien, der fast 30 Jahre Erfahrung in der Verbraucherberatung hat. - Gern erwarten wir Ihre Kontaktaufnahme, um Sie vor Schaden zu schützen. Die erforderlichen Kontaktdaten finden Sie auf der Titelseite und Seite 2.

Ihre Schutzgemeinschaft Teneriffa

PS: Gern erwarten wir auch Ihre Stellungnahme zu aufgetauchten Problemen beim Immobilienkauf.

 Teneriffa Journal Nr. 78 März/April 1999 TJ-Sterben.d.Betrug